Bei komplexen Rettungseinsätzen aus großen Höhen oder Tiefen braucht es spezialisierte Kräfte. Die Ausbildung zur Speziellen Rettung aus Höhen und Tiefen (SRHT) nach AGBF SRHT 2019 führt vom Grundlehrgang bis zum Ausbilder-Lehrgang.
Der Grundlehrgang richtet sich an Angehörige von Feuerwehren, Werkfeuerwehren, Höhenrettungsgruppen, Rettungsdiensten, Polizei und Spezialeinheiten. Vermittelt werden rechtliche Grundlagen, Unfallschutz, Anschlagpunkte, Sicherungstechniken, Knoten- und Gerätekunde sowie Auf- und Abseiltechniken bis hin zu Grundrettungsvarianten. Der Lehrgang dauert 10 Tage (80 UE) für 4 bis 12 Personen und kostet 1.349 Euro pro Person.
Mindestalter 18 Jahre, ein Grundlehrgang Absturzsicherung (alternativ Bergretter-, Industriekletterer- oder Baumpfleger-Qualifikation), ein Grundlehrgang Atemschutzgeräteträger sowie arbeitsmedizinische Untersuchungen nach G26.3 und G41.
Wer als Ausbilder oder Einheitsführer Höhenrettung eingesetzt werden soll, absolviert den Aufbaulehrgang. Themen sind unter anderem Risikobeurteilung, aktive Rettung aus dem Seil, der Bau von Seilbahnen sowie Ausbildungslehre, Organisation und Einsatzführung. Auch dieser Lehrgang dauert 10 Tage (80 UE, 4 bis 14 Personen) und kostet 1.949 Euro pro Person. Voraussetzung ist der SRHT-Grundlehrgang plus mindestens ein Jahr Erfahrung als Höhenretter sowie ein Führungslehrgang B III oder F III.
Beide Ausbildungen gelten unbefristet, verlangen aber eine praktische Fortbildung von 72 Stunden pro Jahr. Ausbilder benötigen zusätzlich alle drei Jahre eine Ausbilderfortbildung.
Quelle: AGBF SRHT 2019, FwDV 1, EUSR Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen
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