Flucht- und Rettungsplan nach DIN ISO 23601
Ratgeber

Flucht- und Rettungsplan nach DIN ISO 23601: Das muss drauf

Welche Inhalte, Größen und Farben verlangt die DIN ISO 23601 für Flucht- und Rettungspläne? Ein kompakter Überblick für Arbeitgeber.

Veröffentlicht von S-H-Brandschutz · Stand: Oktober 2026

Illustration: Flucht- und Rettungsplan mit grünem Fluchtweg, Standortmarkierung und Legende

Im Ernstfall muss sich jeder im Gebäude schnell orientieren können – auch Besucher, die sich nicht auskennen. Genau dafür gibt es den Flucht- und Rettungsplan. Ob ein Plan nötig ist, ergibt sich aus der Arbeitsstättenverordnung und der ASR A2.3 (zum Beispiel bei unübersichtlicher Lage der Fluchtwege) oder aus dem Bauordnungsrecht. Wie er aussehen muss, regelt die DIN ISO 23601.

Was gehört auf den Plan?

  • Grundriss des Geschosses bzw. des relevanten Gebäudeteils
  • Der eigene Standort („Sie sind hier“) – in Blau dargestellt
  • Flucht- und Rettungswege in hellem Grün mit Richtungspfeilen zum nächsten sicheren Bereich
  • Notausgänge, Treppenräume und der Sammelplatz
  • Standorte von Feuerlöschern, Brandmeldern, Erste-Hilfe-Material und ggf. Defibrillator (AED)
  • Sicherheitszeichen nach DIN EN ISO 7010
  • Eine Legende und Verhaltensregeln im Brandfall und bei Unfällen

Größe, Schrift und Darstellung

  • Format in der Regel mindestens DIN A3; in Einzelräumen (z. B. Hotelzimmer) ist DIN A4 zulässig.
  • Weißer bzw. nachleuchtender Hintergrund, gut lesbare Schrift.
  • Der Plan muss „lagerichtig“ sein: Was der Betrachter vor sich sieht, ist auf dem Plan oben. Ein genordeter Plan ohne Bezug zum Standort reicht nicht.

Wo werden die Pläne aufgehängt?

An gut sichtbaren Stellen, zum Beispiel in Fluren, an Treppenräumen, an Kreuzungen von Fluchtwegen und im Eingangsbereich – in Augenhöhe und gut beleuchtet. Für jeden Aushangort braucht es einen eigenen, passend ausgerichteten Plan mit dem richtigen Standortsymbol.

Wann muss der Plan aktualisiert werden?

Immer dann, wenn sich etwas Relevantes ändert: Umbau, neue Raumnutzung, geänderte Fluchtwege, neue Löscher- oder Melderstandorte. Ein veralteter Plan kann im Ernstfall in die falsche Richtung führen. Wir empfehlen, die Pläne regelmäßig – etwa bei der Begehung durch den Brandschutzbeauftragten – zu überprüfen.

Häufige Fehler aus der Praxis

  • Ein und derselbe Plan hängt an mehreren Stellen – das Standortsymbol stimmt dann nur einmal.
  • Feuerlöscher wurden versetzt, der Plan nicht.
  • Der Sammelplatz fehlt oder ist nicht mehr aktuell.
  • Pläne hängen zu hoch, verdeckt oder im Dunkeln.

Unser Angebot: Wir erstellen Ihre Flucht- und Rettungspläne nach DIN ISO 23601 – von der Begehung vor Ort bis zur fertigen Montage – und halten sie auf Wunsch aktuell.

Zu den Flucht- und Rettungsplänen

Quellen: DIN ISO 23601, DIN EN ISO 7010, ASR A1.3 und ASR A2.3, FeuerTRUTZ.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung.

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